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#3 Mo 13.08.07 Klagenfurt, km 359

Obertauern – Klagenfurt. 135 km, 22,2 km/h. Wetter: 25°C, heiter bis wolkig kurz Regen
Team: Christian, Georg, Meike, Thomas, Tobi.

Unisono zum Wörthersee

Die unzähligen Höhenmeter des Vortages führten im Grunde genommen zu einer sehr geruhsamen Nacht, weil das ja klar ist. Am nächsten Morgen genießen wir erst einmal das deftige österreichiche Hotelfrühstück, um dann in Ruhe die Räder wieder aus dem Skikeller zu frachten und startklar zu machen. Dabei treffen wir auf einen gut gelaunten, einheimschen Bergführer, der in früheren Tagen auch einmal eine ziemlich krasse Tour gemacht hat, aber ich habe leider vergessen, was es genau war. Wir radeln also los und ernüchternderweise bestehen die ersten Meter immer noch aus einer Steigung. Die Plakerei hat aber schnell ein Ende, und während Meike und Thomas schon die Abfahrt genießen, suchen Georg, Tobi und ich das Passschild für ein Angeberfoto. Anscheinend legt Obertauern wenig Wert auf seinen Status als Alpenpass, denn das Passschild ist gut versteckt und prangt am Pfeiler eines großen Coca-Cola-Olympiastützpunkt-Schild.

Nun geht es erstmal abwärts und in der Morgensonne rollen wir Vollspeed unserem Ziel entgegen, welches in kleinem Maßstab erst mal Tamsweg ist. Hier machen wir es uns auf einer Verkehrsinsel bequem, um die Karte zu bemühen und zu entscheiden, wie bzw. wo wir denn die nächste vertikale Barriere überwinden wollen. Zur Wahl stehen die Turracher Höhe, die zu nehmen uns wahrscheinlich in einen Zustand höchster Extase, aber auch Atemnot bringen würde. Oder wir nehmen die flache, zum Angeben eher ungeeignete Flattnitzer Höhe, welche wir als Gruppe dafür wohl geschlossen überleben können. Den Zuschlag bekommt die 1.400 Meter-Variante und wir genießen noch ein paar Kilometer die Schwerkraft, bevor wir das Murtal in Stadl (nicht ohne eine ausgiebige Stärkungspause) verlassen. Der Berg lässt sich erfreulich gut nehmen, wir passieren ein Wasserkraftwerk mit dem mir vertrauten Namen "Bodendorf" und durchqueren ein gut gesichertes Militärgebiet. An der Grenze von Steiermark und Kärnten, kurz vor ganz oben, hält das Führungstrio von Meike, Tobi und mir an, um uns selbst zu bewundern. An besagtem "ganz oben" genießen wir die Pause, die Sonnenstrahlen und das in Höhe des Konkurrenz-Passes vorbeiziehende Gewitter, bis der Rest des Feldes eintrifft. Thomas schmiedet derweil in Anspielung auf Georg Pläne für eine neue studiVZ-Gruppe "Ich schiebe schneller als du fährst". Leider wurde der Zustand seines Knies durch die erneuten Höhenmeter nicht besser.

Die Hürde des Tages ist gemeistert und mit wir nähern uns stetig unserem Tagesziel Klagenfurt. Auf den letzten Kilometern wird die Reisegeschwindigkeit durch ein aufziehendes Regengebiet nochmals erhöht und hätten Tobi und ich in Klagenfurt nicht noch mit dem Fahrrad durch den McDrive fahren wollen, hätte das wohl auch nichts mehr dran geändert, doch noch etwas nass zu werden. Beim Burger-Mampfen spricht uns ein pfiffiger, österreichicher Familienvater an: "Wohin solls denn gehn?" "Nach Istanbul" "Ah, nicht schlecht. Und jetzt mal ohne Schmarrn?"

Wir beziehen unser komfortables Jugendherbergszimmer im Uni-Viertel. Vor dem Eingang sitzen zwei ältere Männer, spielen Schach und hören Schlagerradio. Eben das Schlagerradio beschert mir für mindestens drei Tage einem grauseligen Ohrwurm: "Die kleine Kneipe" vom guten Peter Alexander. Naja, zumindest nicht DJ Ötzi...

Traditionell lassen wir den Abend mit geschmack- und gehaltvollem Essen ausklingen, diesmal also im Klagenfurter Uni-Viertel. Was sich zunächst gut anhört, entpuppt sich leider als Rohrkrepierer. Die Auswahl ist nicht sehr groß und wir nehmen eine Pizzaria, wie ich sie noch aus den 80er-Jahren bei uns kenne., die "Uni-Pizzaria": Unfreundlich, nicht lecker, nicht viel, dauert lange und überteuert. "Schnell weg" denken wir uns, vielleicht finden wir noch eine angenehmere Kneipe für das Belohnungsbier. Leider nicht! An einem Bistro, das auch irgendwie das Wort "Uni" im Namen trägt zögern wir wohl etwas zu lange, worauf der Wirt direkt heraus kommt und wir uns nun rechtfertigen müssen, warum wir denn nicht reinkommen wollen. Klagenfurt, wir haben dich durchschaut - "Uni" ist bei euch ein Synonym für "weniger gut"!
Trotzdem: Gut geschlafen haben wir.