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#4 Di 14.08.07 Ljubljana, km 459

Klagenfurt – Ljubljana. 100 km, 17,9 km/h. Wetter: 27°C, heiter
Team: Christian, Georg, Meike, Robert, Thomas, Tobi.

Abgepasst

Über die Nacht in der Jugendherberge Klagenfurt können wir uns nicht beklagen. Beklagen müssen wir jedoch eine temporäre Teamreduzierung, nämlich Thomas, der weiterhin über sein Knie klagt und den Weg nach Ljubljana per Bahn auf sich nehmen will. Zu viert starten wir demnach in das dritte Land der Tour und gehen ziemlich sicher davon aus, dass es kein Zucker schlecken wird. Auf uns wartet der Loibl-Pass, und aufgrund Jans Bericht von vor zwei Wochen wissen wir, dass dieser Pass nicht nur aus 3% - Steigungen besteht. Doch bevor es richtig los geht, passieren wir erst einen kleinen Vor-Berg bei Maria-Rain zum Warmwerden und überqueren die Drau. Nun ist der Loibl direkt vor uns, wir blicken auf die Karawanken, fördern beim ansässigen Spar-Markt ein letztes Mal die österreichiche Wirtschaft und dann geht es los.

Der Loibl besteht sozusagen aus zwei Teilen, zuerst klettert man auf den Kleinen Loibl, um dann wieder knapp 100 Meter bergab zu rollen und schließlich bis nach oben zu fahren. Spätestens am zweiten Anstieg geht die loibl-Wertung an Meike, die ungefähr zehn Minuten auf mich heraus gefahren hat und somit ein für alle mal Robert länger kennt als wir.

Mit Robert hat sich nun auch die letzte personelle Unbekannte geklärt. Wir kennen ihn über das studiVZ und wollten ihn eigentlich schon vorher treffen. Eine Kontaktaufnahme war jedoch seit geraumer Zeit nicht mehr möglich, weil er schon ein paar Tage länger on the road ist und bei einem Regenschauer in den Alpen die Funktionsfähigkeit seines Handys eingebüst hat. Aber er kannte unsere Route sowie den Zeitplan und dachte sich pfiffigerweise, einfach an exponierter Stelle auf uns zu warten. So tat er es auch gestern auf der Turracher Höhe, welche wir dann bekanntlich aber nicht genommen haben. Aber der zweite Versuch ist nun ja erfolgreich gewesen - wunderbar!
Was passiert sonst noch am Loibl? Tobi kommt als nächster oben an, wir machen eine Fotosession am 17 % - Steigung - Schild, setzen uns hinter die letzte Kurve und warten auf Georg. In der Zwischenzeit wird vor uns eine Baustelle eingerichtet und die Polizei teilt uns mit, dass Georg wohl nicht allzu weit weg gerade verschnauft.

Die Landesgrenze befindet sich direkt im Tunnel, aber fototauglicher sind die Schlider an der Zollstation dahinter mit Blick auf die Karawankengipfel. Die folgende Abfahrt gewinne ich, wahrscheinlich (wenn auch unbeabsichtigt) weil ich vorhin angeblich mal das Wort "Schlaglöcher" gebraucht habe. Somit rase ich auch als erster in eine Polizeikontrolle, wo ich ziemlich bestimmt darauf hingewiesen werde, dass diese Straße nix für Fahrradfahrer ist. Aber der Polizist hat ein Einsehen, es gibt keine Strafe und nachdem die anderen eingerauscht sind, sollen wir lediglich unsere Fahrt auf erlaubten Straßen fortsetzen. Meike kennt den Weg von ihrer letzjährigen Tour und leitet uns bei Kaiserwetter (das ist der Beweis: In Slovenien gibt es auch noch was anderes als Regen) souverän zuerst nach Kranj, dann nach Ljubljana.

Wenn die Länge der Einfahrt in eine Stadt ein Indikator für deren Größe ist, so ist Ljubljana eine gefühlte Millionenstadt. Am Bahnhof treffen wir Thomas, dessen Knie die Bahnfahrt gut überstanden haben. Er hat bereits einen Campingplatz ausgemacht, der allerdings am nördlichen Stadtrand liegt, also dort, woher wir gerade gekommen sind. Deshalb schauen wir uns vor dem Zeltaufbau die Stadt an. Diese überzeugt uns, und wir beschließen, auch schon das Abendessen zu besorgen. Es läuft auf das landestypische Gyros hinaus, welches die Slowenen gerne beim Griechen um die Ecke kaufen. Beim Verzehr treffen wir noch auf eine Art Weltenbummler, der angeblich gerade ein Buch über Reisen auf der Welt schreibt und von uns auch ein Foto haben möchte. Er stammt aus dem Iran, war aber schon in Indien, ist jetzt Texaner, hält sich aber gerade in Slovenien auf, oder so. Ich habe es ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, aber das muss man ja auch nicht, solange es eine erfrischende Unterhaltung ist.

Zum ersten Mal kommen die Zelte am abend zum Einsatz und nach einem Campingbier gehen wir ziemlich früh schlafen, denn am nächsten Tag kommt der vorläufige hardest Part, die Megaetappe nach Zagreb.