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#12 Fr, 24.08.07 Vidin, km 1274 (Jan) 1554 (Christian)

Kladovo - Vidin. 109 km, 22,1 km/h. Wetter: 37°C, sonnig.
Team: Christian, Georg, Jan, Robert, Tobi.

Schmuggeltipps und Pferdekutschen

Liebes Tagebuch, eigentlich ist schon der 25.8., ich liege inmitteln von Disteln und es ist 6 Uhr deutsche Zeit. Wir haben kurz hinter Vidin wild gezeltet, nachdem wir Serbien endgültig do vidjenja gesagt hatten und noch 27 km in Bulgarien geradelt waren.

Die ersten 57 km des Tages in Serbien fuhren wir auf Wunsch von Robert am Stück. Kurz vor Negotin wartete noch ein Berg auf uns, den Robert mit dopingverdächtigem Tempo (26 km/h) hochsprintete, kurz dahinter folgten ich, Tobi, Christian und mit Sicherheitsabstand der immer fitter werdende Georg. Bei km 57 waren wir in Negotin und trafen dort zahlreiche deutschsprachige ältere Menschen, darunter Mirko aus Duisburg, der extra nach Negotin zu seinem Opa gekommen war, um den Führerschein zu machen. Er erzählte viel von Maisernte, Bekloppten, die er verprügelt hatte, Rollerfahren ohne Fahrerlaubnis, Zigarettenschmuggeltricks mit rumänischen «Huren» und wilden Parties mit «Zigeuners». Er hatte genau wie wir offensichtlich heute keinen allzu engen Zeitplan, denn er genoss fast vier Stunden von 11.30 bis 15.30 Uhr mit uns den Schatten des Stadtparks, von denen eine Stunde für den Geldwechsel von Georg und mir draufging.

Nach dem Besuch in der Wechselstube kann man sich wirklich nicht mehr über die Servicewüste Deutschland beklagen. Mein Lance des Tages geht aber an den Security-Typen in der Western- Union-Filiale, der mir – zwar auf Serbisch - sagte, wo ich Schlange stehen sollte und auf mein Geld aufpasste. Eine weitere Stunde spielten wir Skat. Parallel wurden die verwelkten Stiefmütterchen des Stadtparks mit Gartenschlauch gegossen.

Auch wenn der Friseur, bei dem wir in Kladovo übernachtet hatten, uns keine Polizeiregistrierungskarte ausgestellt hatte, verlief die Ausreise aus Serbien auf einer Holperstraße dennoch problemlos. Im Grenzort Bregovo führte eine perfekt asphaltierte Straße, die so breit war wie eine Autobahn, nach Vidin. Auf den 30 km begegneten uns vielleicht 7 Autos und 2 Pferdekutschen und die Landschaft ähnelte der schwäbischen Alb. Uns allen fiel es sehr schwer zu treten, aber bald erreichten wir die Plattenbaukulisse von Vidin, von Felix Göpel nicht ganz zu Unrecht unter die Top 5 der langweiligsten Städte der Welt gewählt. Dort hoben wir unsere ersten bulgarischen Lev ab und gaben sie für ein Abendessen aus dem Supermakt aus. Hier ist es jetzt ein unschätzbarer Vorteil, Kyrillisch lesen zu können.

Robert hatte noch einen Platten am Stadtausgang zu beklagen, der aber mit Klebeband so geflickt werden konnte, dass es immer wieder für fünf Minuten und bis zu unserem lauschigem Campingplatz unterhalb eines Elektrizitätswerks reichte. Man darf gespannt sein ... auf mehr Bulgarien.

 

Christian: Die ersten 60 km nach Negotin kommen mir vor wie in einem Materietransporter. Wie von unsichtbarer Hand geschoben und das trotz gekreuzter Kette (kleiner Zahnkranz - kleines Ritzel).

Mein erster Eindruck von Bulgarien, bestand aus einem Teenager, der nahe des Zollhauses auf dem Bordstein saß und in unregelmäßigen Abständen in unsere Richtung schnappte und dabei so etwas tat wie bellen. Kurz vor unserem Zeltplatz fällt mir zwei mal unsere 2-Liter-Flasche Bier herunter, doch zum Glück können wir einen Großteil des edlen Gesöffs retten.

Um nochmal auf Mirko zu sprechen zu kommen: Er hat uns sogar eine nette Grußbotschaft in meinem Tagebuch hinterlassen...