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#13 Sa, 25.08.07 Berkovica, km 1394 (Jan) 1675 (Christian)

Vidin – Berkovica (hinter Montana). 120 km, 20,1 km/h. Wetter: 37°C, sonnig.
Team: Christian, Georg, Jan, Robert, Tobi.

Bulgarische Achterbahn

Bulgarien zeichnet sich bislang aus durch ein gewisses gelangweiltes Phlegma der Bevölkerung, eine perfekt asphaltierte und sehr verkehrsarme Nationalstraße 1 von Vidin nach Montana, fürchterliche Bahnübergänge, fragwürdige Kilometrierungen und große Hitze.

Schon beim Aufbrechen um 8 Uhr Ortszeit war es in der Sonne zu heiß. Wir konnten uns an einer Tankstelle waschen und kalte Getränke kaufen. Die Nationalstraße ging erst sehr bergauf, dann ein bisschen bergab in Dörfer, in denen jeweils gar nichts bis wenig los war, und um 12.45 Uhr hatten Christian und ich 50 km absolviert, von den anderen war nichts zu sehen. Nach einer Stunde tauchten Tobias und Robert, der sich wohl für die Bergwertung morgen schonte, auf, kurz danach Georg, der angesichts des USA-Freeway-Feelings auch den MP3-Player angestellt hatte. Langsam gingen uns die Getränke aus. Aber zum Glück erwies sich Tobis und Christians Intuition, kurz abzubiegen, als richtig – kurz danach kamen die beiden mit sechs Liter kühlem Wasser, zum Teil in den Trikottaschen verstaut, zurück. Ein Lance des Tages für unsere >1,90-m-Abteilung!

Um 16 Uhr waren wir in Montana und damit dem ersten US-Bundestaat der Tour. Dort entdeckten wir einen Brunnen, an dem die Einheimischen Wasser abfüllten, und einen BILLA – den ersten richtigen Supermarkt nach 100 km in Bulgarien. Mit noch mehr Nudeln und Brot in den Taschen fuhren wir eine Nebenstraße nach Richtung Sofia, an deren Anfang sogar ein Passschild für den Petrohanski prohod mit «offen» stand. Auf dieser Nebenstraße nahm der Straßenverkehr nun lustigerweise deutlich zu. Ob sie alle zum Clubbing nach Sofia wollten? Bei km 120 kurz vor Berkovica entschieden wir uns nach den guten Erfahrungen gestern, wieder einen schwarzen Zeltplatz zu suchen. Morgen sind es noch 24 km bis zur Passhöhe, wir haben in einem vermüllten Bergbach (wahrscheinlich ist die Emscher an der Mündung sauberer) gebadet, Nudeln gegessen und sind von Mücken wieder mal total kaputtgestochen worden. Sofia, wir kommen.

 

Christian: An diesem Morgen machten wir zum ersten Mal seit Beginn der Tour Gebrauch von unseren mittransportierten Nescafe-Instant-Kaffee-Portionsbeuteln. So ein Kaffee am Morgen ist doch schon etwas Feines. So gestärkt folgte nun die schon beschriebene wellige Fahrt durch post-kommunistische Landschaften. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass das Wasser aus dem peripher zur Straße gelegenen Ort nicht hätte einen Kilometer später kommen dürfen. In der prallen Sonne hat sich meine Aufmerksamkeit immer mehr dem Thema Wassernachschub gewidmet, es war der durstigste Zeitpunkt der Tour.

Interessant ist übrigens nicht nur, dass der Name "Montana" für den Ort eher eine Mogelpackung darstellt, denn er liegt nur auf 120 m ü. N.N. Für die Anreise hierher sollte man sich auch den Verlauf der Hauptverkehrsstraße vergegenwärtigten, denn diese führt an fast allen Orten vorbei, aber nicht hindurch. Für die Einkaufs- und Pausenplaung halte ich diese Information durchaus für wichtig (siehe Wasserproblem).

Unser Abendessen auf der romantischen Wiese am Fuße des Petrohan bestand diesmal nicht nur aus den obligatorischen Nudeln, sondern auch aus einer Flasche Bailey's, die Tobi spendiert hat. Allerdings mussten wir uns den Inhalt erst verdienen, weil sich der Verschluss partout nicht öffnen lassen wollte, aber nach ungefähr zehn Minuten hatten wir den Inhalt freigelegt.