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#16 Mi, 29.08.07 Sliven, km 1782 (Jan) 2059 (Christian)

Karlovo - Sliven. 146 km, 22,7 km/h. Wetter: 30°C, Sonne.
Team: Christian, Georg, Jan, Robert, Tobi.

Der Orient-Express rollt

In keinem Land ist die Anzahl der wilden Übernachtungen bei uns so hoch wie in Bulgarien, heute z.B. inmitten eines Weinfelds. Das liegt am guten Wetter und an der Abwesenheit von Campingplätzen und oft auch Menschen.

Der Untergrund war bei dieser Schlafgelegenheit etwas härter als am fast perfekten Campingplatz von Karlovo. Dafür waren deutlich weniger Fliegen und Mücken unterwegs als in Karlovo. Diesen beiden Mittelstädten verbindet wiederum die Nationalstraße 6, die Hauptachse Sofia-Burgas mit hier auch entsprechend viel Lkw-Verkehr. Ich freute mich, dass mein Oberschenkel etwas besser war als am Tag zuvor und dass ich auch ohne Paracetamol auskam. Dafür quietschte mein Fahrrad aus noch unerklärlichen Gründen. Ich habe es überall geölt, aber vielleicht liegt es ja auch an zuviel Öl. Da das Quietschen unerträglich ist, höre ich ja wie alle außer Tobi, der immer noch kaum etwas isst, auch nicht den Hasensandwich von der Lukoil-Tanke, Musik wegen des Fahrens. Tobi erhält den Award für den tapfersten Fahrer: Bulgarische Bundesstraßen ohne Musik und mit meinem Quietschen würde wohl nur von dem Ganzen in slowenischem Starkregen im Spaßfaktor unterboten werden.

Dass wir heute soweit gekommen ist, liegt zu einem großen Teil an Robert, dessen 40 km/h bergauf ich dann doch nicht mithalten konnte: Er war am letzten Berg vor Sliven, wo wir eigentlich links abbiegen und einen Campingplatz suchen wollten, einfach unbekümmert geradeaus gefahren. Georg fand das weniger lustig, auch wenn wir auf diese Weise noch die von Industriekulisse dominierte Innenstadt von Sliven durchqueren durften. Neben der aufgehenden Sonne sehen übrigens auch die Berge im Norden z.T. relativ geil aus. Schwarzes Meer, wir kommen!

 

Christian: Ich würde die heutige Etappe nach Sliven als langweilige Überführungsetappe bezeichnen. Es gilt eigentlich nur, Kilometer zu fressen, die unregelmäßig auftretenden Bergwertungen zu bewältigen und das Schwarze Meer zu erreichen. Im Vorbeifahren sehen wir nicht nur Spuren sozialistischen Plattenbaus, sondern auch einige Hüttensiedlungen und illegale Müllplätze am Straßenrand. Nein, hier möchte man nicht mit den Menschen tauschen.

Das Abendessen fällt eher spartanisch aus. Entferntes Hundegebell und die Lichter der städtischen Industrieanlagen wiegen langsam in den Schlaf.