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#20 Sa, 02.09.07 Lüleburgaz, km 2132 (Jan) 2415 (Christian)

Dereköy - Lüleburgaz. 90 km, 19,9 km/h. Wetter: 25°C, Regen und Sonne.
Team: Christian, Georg, Jan, Robert, Tobi.

Eröffnung der Teesaison

Das dürfte dann heute wohl unser 11. August vom Vorjahr gewesen sein. Gewitter, Blitz, Starkegen, Donner auf den ersten 36 km nach nach Babaeski - ein echter Härtetest für die Regenkleidung. Und die Straße machte keine Umwege, bloß weil Berge im Weg waren: Da wurde konsequent geradeaus gebaut. Bemerkenswert war bei unserem ersten Halt in Kirklareli, dass der Verkäufer in der «sarküteri» uns gleich Stühle und Tische zur Verfügung stellte und das Preisniveau nicht allzu niedrig war. Immer wieder liefen uns gefährlich aussehende und einfach nur nervige Hunde ohne erkennbare Daseinsberechtigung vors Rad, die man aber ohne Pfefferspray einfach nur durch kleine Zwischensprints abschütteln konnte.

In Babaeski kam die Sonne raus. Wir entschieden uns, uns etwas aufzuwärmen – gerne auch bei einem Tee. Dazu muss man sich einfach vors Polizeirevier stellen und auf den Kreisel gucken – prompt kommt der Wachtmeister heraus und lädt uns völlig ohne Haken und Hintergedanken zu einem Plausch mit Dolmetscher auf zwei çay ein. Der Dolmetscher, ein alter Mann, der lange in Österreich gelebt hatte, blies noch in ein Alkoholgerät. Dazu saß eine Blondine neben dem Wachtmeister, der uns fragte: «Students?» und dann die Bombe platzen ließ: «I am policeman!» Wer hätte das gedacht? Allerdings trug er, obwohl wohl wichtig, keinen Schnauzbart. Auch nicht der junge Mann, der mit dem Gewehr an der Tür stand und nachher mit aufs Gruppenfoto kam.

Nach diesem Tee kam die Sonne heraus, es blieb sehr hügelig, und wir fuhren mit wieder ziemlich schweren Beinen bis Lüleburgaz. Das liegt zwar nur bei km 90, aber wir wollen ja sowieso erst am 4.9. in Istanbul sein. Kein Eile. Nach ein paar Diskussionen, die die Gruppengröße eben mit sich zieht, entschieden wir uns fürs Hotel Yaman. 112 Euro für 5 Personen incl. Frühstück und lauter Hochzeitsgesellschaft. Und «Der Mokassin ruft» (Christian)!

Zum Abendessen gab es dann Adana bzw. Dürüm Döner in einem Restaurant ohne Preise und Bier. Das stellte sich nicht wirklich als Touristenfalle heraus (Touristen gibt es in Lüleburgaz ohnehin nicht): Statt den geschätzten 70 kosteten unsere fünf opulenten Abendessen es nur 41 Lire, also rund 4,50 Euro pro Person, am zentralen Springbrunnen der Stadt. Als Rausschmeißer kann man immer zwischen gratis Tee und Kaffee wählen, während die Rechnung erstellt wird. Da kann man auch als Deutscher mal zurücklächeln und sich eine Scheibe Halva abschneiden. Allerdings wurde durch eine List der Kreissparkasse Köln und der wiederholt auffälligen Unfähigkeit der HBSC Georgs Kreditkarte einbehalten.

 

Christian: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Als erfahrener WetterOnline-Profi konnte ich die Truppe am Morgen mit den Worten "da kommt Regen" beeindrucken. Wenig beeindruckt war Georg hingegen von unseren Weckversuchen. Er bleibt gerne mal eine halbe Stunde länger im Zelt, kommt dann aber quasi reisefertig aus seinem Tarn-Biwak gestiegen. Getarnt waren wohl auch die kugeligen Kletten, die sich massenhaft an Jans Socken geheftet hatten. Nachdem sie entfernt waren, machten auch wir uns auf die Socken und radelten halbwegs regendicht verpackt los. Nur halbwegs gut ist dabei allerdings der Spaßfaktor, denn es wird dummerweise nicht nur nass, sondern auch kalt.

Die postive Wende des Tages brachten nicht nur der langsam schwächer werdende Regen (es war Tiefdruck-Tobi- Wetter, man konnte ihm kaum folgen), sondern auch die zwei Runden Tee bei der Polizei.

Die Suche nach einer Unterkunft in Lüleburgaz war nicht wirklich einfach, aber schließlich konnte das Hotel mit Duschen, Trockengelegeheit für die nassen Klamotten und Frühstück punkten. Ob Tobi für diese Lösung ein auge zugedrückt hatte, weiß ich nicht, man hätte es aber vermuten können, denn irgendwie schwoll es langsam an.