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#25 Fr, 07.09.07 Ipsala, km 2582 (Jan) 2863 (Christian)

Sahin - Ipsala. 143 km, 23,2 km/h. Wetter: 25°C, wolkig.
Team: Christian, Felix, Jan, Robert.

Schneller als der Regen

Der heutige Tag begann und endete mit Regen. Zeitgleich mit dem Ruf des Muezzins kurz vor Sonnenaufgang weckten uns die ersten Regentropfen am Strand von Sahin. Schließlich baute ich das Zelt auf, um nicht völlig nasszuregnen. Als Konsequenz ist es jetzt ziemlich versandet.

Wieder unterwegs, wurde das Wetter kontinuierlich besser, genauso Christians Magenprobleme. Die Europastraße war weiter sehr angenehm zu fahren, auch wegen eines Quasi-Fahrradwegs in Form eines großzügigen Seitenstreifens. Nach ein paar Pausen, u.a. in Supermärkten ohne Zufahrt, verließen wir und die E 84 das Marmara-Meer und stiegen kontinuierlich an ins Landesinnere. Das Profil blieb wellig, da die Straße fast schnurgerade verlief und wieder keine Bogen um die Topographie machte. Dank eines kräftigen Nordostwinds kamen wir trotzdem auf einen Schnitt von 23 km/h. An einer Tanke fiel Felix, der sich schon am ersten Tag vom Radeln und Vor-Tankstellen-In-der-Sonne-Scheintot-auf-dem-Asphalt-Liegen einen kräften Sonnenbrand „eingehandelt“ (Robert) hatte, auf, dass an seinem Fahrrad eine Schraube locker war. Das interessierte Tankstellenpersonal flickte das Ganze flink mit einem Draht und verdiente sich dafür den Lance des Tages.

Nach einer weiteren Abfahrt waren wir auch schon Ipsala, von wo aus es nur noch 6 km zur Grenze nach „Yunanistan“ (Griechenland) sind. Weil wir gerade an einer Pension vorbei fuhren und keinen Campingplatz fanden, fragten wir nach dem Preis, und für rund 15 Lire kamen wir ins Geschäft. Es handelt sich, soweit ich des Türkischen mächtig bin, um eine Art Studentenwohnheim, wo wir ein Super-4er-Zimer haben. Kurz danaach hatten wir insofern ein großartiges Erlebnis, als es kurz nach dem Beziehen des Zimmers überraschend sintflutartig begann zu regnen. Das kann es ja ruhig – wir haben unser Bettchen und morgen geht's nach Hellas.

Am Abend verspeisten wir noch einen opulenten und zeremonienartig servierten Döner- und Yufka-Teller mit Tee in dem lokalen Kebap-Salon, wo man wieder nicht erfuhr, wie teuer es werden würde. In den Supermärkten gibt es wenig Käse und weder Müllermilch, obwohl ein Ü drin ist, noch Milchreis!

 

Christian: Ohne auf Details eingehen zu wollen: Die Tankstelle nach knapp zehn Kilometern kommt für meine Magenprobleme keinen Meter zu früh. Danach rollt es wieder besser und wir nähern uns immer mehr dem westlichen Ende der Türkei (rein geografisch gemeint!). Robert hat einmal mehr mit Luftverlust aus seinem Anhängerreifen zu kämpfen, doch sportlich wie wir sind, muss er uns an einer Tanke beweisen, dass er diesen Reifen in fünf Minuten reparieren kann. Natürlich unterstützt von unseren gut gemeinten Ratschlägen.

Die Entscheidung für die Pension ist ein Glücksfall, denn einerseits können wir uns in den Duschen vom Sand der letzten Nacht befreien und andererseits macht es Spaß, auf dem Balkon zu stehen und sich zu freuen, nicht auf den Campingplatz gefahren zu sein. Internet gibt es in der Pension sogar auch, und wir können auch noch einen Zwischenstand in den Tour-Blog eintippen.

Die Betten sind toll und ich schlafe wie der, inzwischen schon legendäre, Rohrspatz. Schließlich sind wir nach zwei Tagen nun schon knapp 260 km von Istanbul entfernt.