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#26 Sa, 08.09.07 Egiros bei Komotini, km 2706 (Jan) 2987 (Christian)

Ipsala - Egiros. 123 km, 20,7 km/h. Wetter: 21°C, heiter bis wolkig.
Team: Christian, Felix, Jan, Robert.

Man spricht deutsch und radelt am besten auf Autobahnen

Auch wenn wir am Anfang so gut wie gar nicht vorangekommen sind, haben wir unser geplantes Ziel Komotini dennoch übertreffen können.

Zunächst stellte Robert noch in der Türkei fest, dass es allerhöchste Eisenbahn sei, mal den Hinterreifen zu wechseln. Der Draht sagte schon Merhaba bzw. Kalimera. Als er das an der Grenze tat, brach ungeschickterweise eine Speiche. Wir reisten bei kühlem Nordwind aus der Türkei aus (Grenze wird von Rekruten bewacht) und wieder in die EU ein. Unsere schöne Europastraße wurde in Griechenland gleich zur Autobahn. Erst fuhren wir auf der Suche nach einer Fahrradwerkstatt über Landstraßen. Bereits in Peres, dem zweiten Dorf, wurden wir fündig. Dort trafen wir einen etwa gleich alten und doppelt so fülligen deutsch sprechenden Altersgenossen, dessen Yamaha-Laden aber keine Speichen besaß. Also machten wir nur Fotos von uns auf Landmaschinen und Motorrädern. Wir fuhren weiter an der ägäischen Küste entlang nach Alexandropouli, wo wir beim Lidl feststellten, dass das Preisniveau ca. doppelt so hoch ist wie in Deutschland. Dafür fanden wir einen kompetenten Radladen, der Roberts Laufrad zentrierte und eine neue Speiche einbaute. Am vierten Geldautomaten konnte man auch die ersten Euro seit Slowenien abheben.

Die Leute waren schon deutlich entspannter und unhektischer als in der Türkei. Gehupt wurde kaum noch. Da es keine wirkliche Alternative gab und der deutsche Fernradler, den wir bei der Einfahrt nach Istanbul getroffen hatten, ja Ähnliches erzählt hatte, fuhren wir nun für ca. 50 km auf der wirklich perfekt für unsere Zwecke geeigneten Autobahn (wenig Steigungen, sehr wenig Verkehr, riesiger Seitenstreifen) durch eine vom Waldbrand gezeichnete Landschaft nach Komotini.

Auf der Suche nach Gyros trafen wir in einer verdunkelten Spielhölle eine alte Frau, die uns wiederum deutsch sprechend bei der Hand nahm und uns zu einer Gyrosbude führte, wo eine wiederum deutsch sprechende Frau uns ein Kurzreferat über die Produktpaltte (Gyros, Schaschlik, Würstchen, Döner, Pommes) ihres Imbisses aufklärte.

Mit je einem Gyros-Pita (das einzige, was nicht teurer ist als in Deutschland) im Bauch fuhren wir zum nächsten Lidl und von dort weiter in den Sonnenuntergang, bauten unsere Zelte in der Nähe eines Baumwollfeldes auf, genossen das erste Vollkornbrot mit Tomatenmark und Käse sowie Ouzo. Die Samstagnacht verlief sehr ruhig.

 

Christian: Gefühlt fängt meines Erachtens langsam der Herbst an, auch wenn es wahrscheinlich noch besseres Wetter ist als in Deutschland den gesamten Sommer über.

Robert beginnt des Tag mit der Entdeckung einer Ameisenstraße im Zimmer. Voller Forscherdrang nimmt er sich mein Pfefferspray und sprüht ein bißchen auf die Ameisen, die dieses Experiment nicht überleben. Ich sage nur "Gesundheit".

Die ersten Kilometer sind sehr entspannt und von - unfreiwilligen - Pausen durchsetzt. Als wir wieder rollen, bilde ich mir im Vorbeifahren an einer Brücke ein, im Augenwinkel eine Leiche im Gebüsch liegen gesehen und gerochen zu haben. Aber das ist bestimmt nur Einbildung, denn ich hab ja nicht genau hingeschaut. Zurückfahren und sich vergewissern mache ich auch nicht, da hat man nur Scherereien. Scherereien machen uns ja schon so einige grieschiche Geldautomaten, die sich beharrlich weigern, unsere EC-Karten zu akzeptieren.

Autobahn mit dem Fahrrad ist auch eine tolle Sache, nur die Tunnel sind mangels Randstreifen eine Herausforderung. Somit haben wir uns das erste Gyros redlich verdient und finden danach einen idealen Platz zum Wildzelten.