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#32 Fr, 14.09.07 Igoumenitsa, km 3431 (Jan) 3709 (Christian)

Mikro Peristeri - Igoumenitsa. 134 km, 20,0 km/h. Wetter: 25°C, sonnig.
Team: Christian, Felix, Jan.

... heißt das noch lange nicht, dass es nur bergab geht

Heute gab es ein ständiges Auf und Ab, von dem vor allem das Auf irgendwann auch nervte. Insgesamt kamen wir laut Google Earth auf unglaubliche 2600 Höhenmeter. Obwohl man eigentlich eine Straße einfach nur im Flusstal bis an die Adria hätte bauen können, freuen sich die Griechen anscheinend daran, für vollbepackte Tourenradler immer wieder unerwartete Bergwertungen und vor dem Ruhetag noch eine Rekordetappe einzubauen. Es war teilweise auch wieder zu heiß.

Erwähnenswert ist weiterhin, dass die Flughafenstadt Ioannina am schönen gleichnamigen See die höchste Supermarktdichte aller Zeiten besitzt, dass wir alle dank Christians akribischer Suche einen Griechenland-Aufkleber besitzen (nach 843 km Hellas haben wir uns den genauso verdient wie die letzten zwei Gyros-Pita) und direkt am kiesigen Ufer (Strand wäre hier wohl ein Euphemismus) von Igoumenitsa übernachtet haben. Tickets kaufen wir dann auf der Fähre morgen früh.

 

Christian: Ich habe wunderbar geschlafen, denn es war angenehm abgekühlt in der Nacht, der böse Pass liegt ja schon hinter uns und hier denkt kein Hund daran, Zelte wegbellen zu wollen. Es gibt ein Frühstück im Restaurant unserer "Herbergseltern" und wir rollen wieder, erstmal bergab. Bald werde ich die Adria sehen und mich freuen, denke ich.

Die Abfahrt nach Ioannina, einem Ort, der am gleichnamigen See liegt, bietet tolle Ausblicke, einen SPAR-Supermarkt mit, für uns passender, Gaskocher-Kartusche im Sortiment und einen recht verkehrsarmen Flughafen. wir biegen links ab und - schwupp di wupp - geht es wieder aufwärts, leider nur topographisch. Meine Kräfte schwinden von Kilometer zu Kilometer und bald muss doch mal das Meer zu sehen sein. Dafür passieren wir eine Unfallstelle, an der ein LKW-Fahrer mit seinem Gefährt wohl etwas zu schnell in die Kurve gefahren ist. Kann man nur hoffen, dass zum Zeitpunkt des Missgeschicks keine Radler am Rand fuhren....

Kurz danach machen wir, bevor es den nächsten Berg zu erklimmen gilt, Pause in einem kleinen Örtchen, das touristisch mehr Bedeutung zu haben scheint als seine Größe vermuten lässt. Aber immerhin gibt es hier eine tolle alte Brücke über ein vertrocknetes Bachbett, die mich spontan an die Ponte dei Salti im Tessin erinnert - kein Witz! Jan parkt sein Fahrrad leider 3 cm zu weit im Plusquamperfekt, so dass es eine Tankstellenbesitzerin erzürnt und sie uns flugs beiseite scheucht. Ich hoffe, sie hat sich mittlerweile wieder beruhigt.

Weiter - auf - ab -auf - ab - immer noch kein Meer in Sicht, aber laut Straßenschildern nur noch sechs Kilometer bis Igoumenitsa. Doch dann ist es geschafft, wir erreichen den Etappenort und ich lasse mich kurz zurückfallen, um bei einem Tankstellenbesitzer Aufkleber zu besorgen. Zum ersten Mal fühle ich mich total stinkig. Wahrscheinlich rieche ich nicht anders als in den letzten Wochen auch, aber der Tankstellenbesitzer ist nicht nur Porschefahrer und braun gebrannt, sondern anscheinend auch in ein Parfümfass gefallen, so dass es an der Theke eigentlich ein Geruchsgewitter hätte geben müssen.

Im Ort springen wir erstmal in die Adria, um danach Felix noch schnell von den Vorteilen einer zeitnahen Fährüberfahrt zu überzeugen. Danach gibt es tonnenweise Gyros, Jan besorgt uns allen noch Eis und wir schlafen unter freiem Himmel, direkt am Wasser, ein.