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#33 So, 16.09.07 Lido di Jesolo, km 3477 (Jan) 3756 (Christian)

Venezia – Lido di Jesolo. 46 km, 22,4 km/h. Wetter: 24°C, sonnig
Team: Christian, Felix, Jan.

Umwege an den Strand

Mit 90minütiger Verspätung erreichten wir Venedig, nach einer Nacht, in der man dank stillen Seegang ohne Weiteres auf dem Deck übernachten konnte. Im Hafen von Venedig angekommen hatte ich Probleme, mein Fahrrad zwischen den Lkws zu finden, Christian schrieb mir aber zum Glück eien SMS, dass ich mich ohnehin auf dem falschen Deck befunden hatte. Wohl dem, der ein Zahlenschloss besitzt und seine Mitfahrer über die Zahlenkombination einweiht, so dass sie das eigene Fahrrad aufschließen können.

In überraschender Hitze schlossen wir unsere Räder an der Piazza Roma ab, da Fahrräder in Venedigs Innenstadt ähnlich unangebracht sind wie Skier. Um 13 Uhr hatten wir unseren Rundgang zum Platz mit den Tauben und der Rialtobrücke mit Pizza, Eis, Obst, Chinesen und afrikanischen Ramschverkäufern hinter uns und beratschlagten, was wir mit dem Rest des 2. Ruhetags in Serie nun anstellen sollten.

Wir entschieden uns, noch 46 km an den Strand von Jesolo zu fahren, da die Fähre zum Lido von Venedig mindestens 6 Euro pro Person gekostet hätte. So kamen wir in den Genuss eines perfekten Sandstrands und eines sehr germanisierten Badeorts. Morgen müssen wir das zwar alles wieder zurückradeln, aber jetzt nach Griechenland Respekt vor der Po-Ebene zu kriegen, wäre ja etwas absurd. Wir schaffen das schon.

Das Abendessen war gut, wenn auch mit zu kleinen Portionen. Die Nacht verbringen wir auf von einem Hotel (wenn auch sicherlich eigentlich nicht für uns) zur Verfügung gestellten Liegestühlen am Strand.

 

Christian: Ich habe im Gegensatz zu Jan im Inneren des Schiffes geschlafen, während Felix beides mal ausprobierte und auf Deck startete, um dann später nach drinnen umzuziehen. zum Frühstück gab es die Reste der Sandwich-Session vom Vortag und einen tollen Blick auf Venedig bei der Einfahrt in den Hafen. Nachdem wir angelegt haben gibt es innen ein leichtes Gedränge um die besten Plätze zum Ausgang, aber wir haben Urlaub und sind zudem mit jeweils mindestens zwei Gepäcktaschen, Isomatten usw. bepackt, so dass wir uns hektikfrei hinten anstellen und erst langsam nach draußen schieben. Jan, der sich mittlerweile auf einen Platz weiter vorne vorgekämpft hat, biegt eine Etage zu früh ins falsche Autodeck ab und hört leider meine Rufe nicht. Felix und ich fahren eine Etage tiefer und schaffen es sogar, die Fahrräder nach außen zu bringen, bevor sich die Autokolonne aus dem Schiff in Bewegung setzt. Raisa bringen wir auch mit raus und ich schreibe Jan kurz eine SMS, denn anstatt sein Fahrrad braucht er nun ja nur noch den Ausgang suchen.

Uns fällt auf, dass wir uns tatsächlich eine konkrete Tagesplanung überlegen müssen, weil wir heute nicht einfach wieder aufs Velo steigen und ins Blaue fahren. Also ketten wir die Fahrräder an, lassen das Gepäck drauf und wandern voller Gottvertrauen zum Sightseeing durch Venedig. Diese Stadt kenne ich bisher nur aus Funk und Fernsehen, gehe aber dennoch unvoreingenommen hinein. Mein Eindruck ist durch die Bank positiv, nur diese vielen Touristen ;-) Wir genehmigen uns ein Eis, eine Pepsi, einen kleinen Snack und einen Becher mit Obst. Auf unserem Weg werden wir teilweise durch Liga-Nord-Demonstranten begleitet. Ich weiß zwar nicht worum es geht, aber sie haben bestimmt recht.

Nach längerer Beratschlagung setzen wir uns in Richtung Jesolo in Bewegung. Schon Heinz Erhardt wusste damals, wie schön es hier ist und drehte im Nachbarort Caorle einen Gassenhauer der Nachkriegszeit. Wir genießen einfach den Strand und suchen uns am Abend ein gediegenes Lokal, und nehmen typisch italienische Speisen zu uns. Mehr ist an diesem Tag nicht passiert und wir schlafen ein weiteres Mal direkt an der Adria ein.