#39 Mo, 24.09.07 Lörrach, km 4245 (Jan)
Gross - Lörrach. 142 km, 22 km/h. Wetter: 22°C, sonnig
Team: Jan.

Nach
acht Wochen wieder in Deutschland
Kaum zurück in Deutschland,
schon wieder zu Gast bei Freunden! Nämlich bei Sandra, der Frau
vom Kameraden Löffler in einer attraktiven Lörracher Neubauwohnung.
Es gab Flammkuchen, Wein und sogar noch die Urban Hymns, während
Frank auf einem Seminar war.
Ansonsten war auch dieser
Tag genau wie das Wochenende, das Felix, Christian, der zugereiste
Tobi und ich Fotos guckend und wandernd verbracht hatten, wieder ein
herrlicher Altweibersommertag. Nachdem Christian und Felix am Sonntag
schon gen Deutschland abgereist waren, fuhr ich um 7.40 Uhr ins noch
nebelverhangene, ländliche und apfelbaumreiche Zürcher Oberland
nach Hirzel und Mettmenstetten und erreichte bald Bremgarten im Aargau.
Das Aargau wählt angeblich immer wie die Mitte der Schweiz und ist
auch sonst eher unspektakuläres Mittel(gebirgs)land, das wohl
nur Niedersachsen als bergig empfinden. Hinter der Aare bei Schinznach
gab es noch einen recht steilen Anstieg auf 690 Höhenmeter. Wie
niedlich, wenn man gerade vom Gotthard kommt. Mit in Gross auf das
halbe Gewicht reduziertem Gepäck ließ sich das aber aushalten.
Von da an, mit weiteren
1,5 Birnenbroten, Ovomaltine und Eiskaffee im Magen, ging es immer
bergab durch den Eisenbahnknotenpunkt Frick nach Stein am Rhein. Wer
dort penible Grenzkontrollen mit deutscher oder Schweizer Gründlichkeit
erwartet, wird bitter enttäuscht: Eine Holzbrücke führt
für Radler und Fußgänger über den Rhein, ohne
dass ein Grenzposten Waffen-, Zigaretten-, Drogen- oder Menschenschmuggel
unterbinden könnte. Mit meinem unkontrollierten Gepäck fuhr
ich weiter den Rhein hinab nach Schwörstadt, wo ich es einem
alten Mann nachmachte, der im relativ zur Donau sehr sauberen Rhein
badete. Von hier folgte noch eine kurze Nachmittagsbergwertung ins
parallel zum Rhein laufenden Wiesental nach Schopfheim. Dort ist der
Radweg nach Lörrach im Vergleich zur Schweiz stümperhaft
ausgeschildert. Baden-Württemberg sollte sich diesbezüglich
ohnehin generell schämen.
Dennoch gelang es mir,
zur Abwechslung mal ohne regelwidrige Kraftfahrstraßenbenutzung
die letzten 17 km des Tages mit Stopp beim Kaufland in Lörrach
(geniale Auswahl – Platz 1 der Tour – es hätte sogar
Schierker Feuerstein gegeben) für Gastgeschenke zu absolvieren.
In Lörrach verbrachte ich noch einige Stunden in der Fußgängerzone
(ich hatte die Strecke völlig überschätzt), bevor es
zu Sandra ging. Mittlerweile regnet es wie angedroht. Das war es dann
wohl mit dem Sommer. Aber wir hatten unseren Spaß. |
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