<< 14. Etappe, 09. August: Hopa - Kobuleti >>
Jan: Back In The USSRAuch der 14. Tag hatte es trotz der kurzen Tagesdistanz absolut in sich. Zunächst gab es noch ein typisch türkisches Abschiedsfrühstück in Hopa mit der Tomate-Gurke-Olive-Schafskäse-Nutella-Honig-Butter-Weissbrot-Tee-Standardkombi, zu dem wir unseren Frappe hinzufügten. Bei durchwachsenem von Nieselregen geprägten Wetter (die Langfrist-Wettervoraussagen waren für ab heute falsch) tuckerten wir die letzten 17 km Türkei vorbei an Lkw-Schlangen und durch die ersten Dörfer mit georgischen Schriftzeichen an den Läden (das georgische BIP ist übrigens nicht mal ein Drittel des türkischen) bis Sarp zur Grenze. Dort verdiente sich ein geschäftstüchtiger Mittzwanziger noch 10 Lire, in dem unsere vier Pässe schnappte und uns hassle free zu den zwei wichtigen Abstellstationen an der Menschenschlange vorbei brachte - einfach mal mitmachen.
Christian: Sing hallelujaHoppla, heute erlebt man wieder was. Es steht der erste und einzige Grenzübertritt auf der Agenda, den wir mit der 2007er Erfahrung, wo wir alle 3 Tage Landesgrenzen überschritten, meistern werden. Vorher genossen wir ein letztes Mal das türkische Standardfrühstück, bestehend aus Weißbrot, Tomaten, Gurken, Feta und Marmelade. Das Ekmek werde ich so schnell nicht vermissen, auch kann ich mir gerade noch nicht vorstellen, in Deutschland wieder Brötchen zu essen {zum Zeitpunkt des Abtippens Anfang September kann ich diese Aussage sogar noch bestätigen}. Das letzte Teilstück in der Türkei war schon ziemlich geil. Links das Meer und rechts direkt hohe Berge, von denen dauernd Wasserfälle in den Straßengraben donnern. Nur ab und zu unterbrochen von Mülldeponien – naja, auch hier kann man ja noch was lernen. Eine leichte Anspannung kann ich nicht leugnen und das Pfefferspray ist für die bevorstehende Grenzkontrolle auch besser mal von der Trikottasche in die Ortliebtasche gewandert – man will ja nicht als Waffenschmuggler auffallen. Jetzt geht’s rund: Wir werden hier gerade mit Vodka abgefüllt. Ich muss schreiben, solange ich noch kann. www.schlemmer-geht-ab.de.tr.ge Ich als Rheinländer muss nun alle abfüllen. Mist, das hätte ich gerne. Mich trifft es gerade selber. Hoch die Tassen.
Jan zum selben Thema: Wenn Sie einmal in Georgien sind, dann essen Sie Chatschapuri! Ich grüße mit einem unheimlichen Temperament, wie ich finde, den GND-Teamweisen C.H.R.I.S.T.I.A.N H.O.F.F.M.A.N.N Herzlichst ihr Dieter Thomas Heck Zurück zum Tag, an dem ja die Einreise nach Georgien zu meistern war. Am Grenzposten angekommen, an der LKW-Schlange vorbeigemogelt, kamen wir direkt Ahmet (richtiger Name der Redaktion nicht bekannt) ins Gespräch. Ein netter Kerl und für 10 Lira unser Grenzhelfer, wie sich herausstellen sollte. Seine Dienstleistung: Uns den Weg zeigen und sich mit unseren Pässen vor die anderen Reisenden drängeln. Hat ganz gut geklappt. Nachdem die georgische Grenzerin ein „dienstliches“ Foto von mir gemacht hat, begrüßte sie auch mich mit „Welcome to Georgia“. Im weiteren Verlauf der Begrüßung schickte uns Petrus eine geballte Ladung Starkregen, vor der uns nur der einsturzgefährdete Nebenraum der ersten georgischen Tanke bewahrte. Hier drinnen regnete es zwar auch, aber bei weitem nicht so viel. Eine freundliche Geste vom Tankwart, wie ich finde. Im wieder eingesetzten Regen und klitschenass, war uns in Batumi irgendwie nicht nach Touri-Programm und wir rollten stramm unserem Tagesziel Kobuleti entgegen. Zu unserem Entsetzen klappte die Hotelsuche nicht auf Anhieb, denn auch der gemeine Georgier verbringt seine Ferien gerne mal am Meer und die weiter nördlichen Strände gehören nun ja mehr oder minder den Russen. Mit etwas Geduld und Spucke war das Problem aber auch in Wohlgefallen aufgelöst und wir begannen mit dem Abendprogramm: beachen (Kiesstrand und Atlantik-gleiche Wellen), Stadtrundgang, Abendessen. Was war anders? Die Vodkaflasche, die uns auf den Tisch gestellt wurde. Gute Nacht! |
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