<< 11. Etappe, 06. August: Trabzon - Of >>
Jan: Danke, Google TranslateAllzu einfach ist es nicht, wenn ich nur ein paar Brocken Türkisch, meine Mitfahrer gar keins ausser "Merhaba", was Christian meistens im Stile eines Dr. Udo Brömme winkend allen Menschen am Strassenrand zuruft, und der Hotelbesitzer weder des Deutschen noch des Englischen auch nur ansatzweise mächtig ist. Doch zum Glück gibt es ja das herrlich unperfekte Google Translate, das uns durch das Übersetzen von Sitzungsprotokollen ins Schwedische, Schaumburger-Nachrichten-Leserkommentare auf Türkisch oder Trapattoni-Reden ins Englische schon so manchen Lachflash beschert hat. Heute rief der Besitzer des Hotels in Of diese Website auf, aber da er viele Wörter eiskalt zusammen schrieb, hatte dies eigentlich nur den Effekt, dass unter "Türkisch" (Input) das selbe stand wie rechts unter "Deutsch" (Output). Egal, ich verstand trotzdem das Nötigste, und Einchecken des offenkundig weit und breit einzigen Herberge in diesem von Teeplantagen und einem Riesenwochenmarkt geprägten 29-000-Seelen-Ort konnten wir nach dem Genuss von gekühltem Wasser, das hier der ganze Stolz des Besitzer war, in der vollklimatisierten Lobby trotzdem.
Christian: Ich hab Bauch, weisste BescheidWhat a day. Ich weigere mich das Wort „Reizmagen“ in den Mund zu nehmen, weil ich mir meine Grundgesundheit nicht schlecht reden will, aber insgeheim habe ich damit ja schon gerechnet. Wobei der Tag erstmal sehr relaxed anfing und der halbe 100er heute ja eigentlich keine wirklich große Herausforderung bedeutet. Zumal die als attraktiv gekennzeichnete Küstenstraße immer mal wieder schöne Ausblicke bot. Wobei langsam auch mal wieder ne Abwechslung fällig wird. Und so sah unser Plan dann auch aus und morgen wollten wir schön von der Küste noch einmal in die anatolischen Berge auf einen über 2.000 Meter hohen Pass klettern. Da freue ich mich drauf und es ist wohl auch die interessantere und stressfreiere Alternative als schnell durchzufahren um Armenien noch einen kurzen Besuch abzustatten (wie wir es einst auch mit der Slowakei gemacht haben). Der Respekt vor 2.600 Höhenmeter bleibt jedoch und verursacht zunächst in Zusammenarbeit mit der wohl eine Nummer zu klein bemessenen Radlerhose ein leichtes Bauchgrummeln. Aber sowas kenne ich ja schon, also kein Grund zur Aufregung. DENKSTE – beim verfrühten Abendessen fing es an, auf dem Wochenbasar in Of (der Ort heißt tatsächlich so) setzte es sich fort und im Hotel war ich dann ausgeschaltet. Magen kaputt – eine beschissene Sache wie ich finde. Über den Rest des Abends kann und möchte ich eigentlich nicht mehr soviel schreiben. Wir halten fest, dass der Weg vom Bett ins Bad sehr anstrengend sein kann, Bauchweh auch Rückenschmerzen verursachen kann und man v.a. froh über ein solch klasse Team sein kann, die einen mit Tee, Cola und Salzstangen usw. bestens versorgen. Achja, der Pass: Nein, selbst wenn die Schmerzen wieder weg sein sollten, was ich natürlich stark hoffe, kann ich die Bergwertung ad acta legen. Aber wer weiß, wozu das vielleicht gut ist… |
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